Unser tägliches Brot!

Ich war mal (unglücklicher aber zum Schluss zumindest erfolgreicher) Angestellter. Diese Rolle hatte ich mit Anfang 30 satt - genauso wie viele andere unangenehme Eigenschaften von mir. Ich war schon immer kreativ, musikalisch und schon immer begeistert von filmischen Aktivitäten, besonders dem Filmschnitt. Ich wollte es also nochmal wissen und riskierte die Kündigung aus einer (sicheren und gut bezahlten) Festanstellung für eine zweite, neue Lehre zum Mediengestalter Bild und Ton.

Im Abschlussjahrgang lernte ich meine zukünftige Frau kennen die alles werden wollte, nur nicht selbstständig. Ich habe sie dann dazu bekehrt, mir in die Selbstständigkeit zu folgen, denn nur dann können wir gutes Geld verdienen (so mein Versprechen). Ich entschuldige mich an dieser Stelle für die letzten drei Jahre. Meine Frau darf sich dann irgendwann in den nächsten 7 Jahren bei mir bedanken.

Ich war schon immer Musiker. Immer! Ich habe auch, bis auf die Zeit in der ich wieder in der Lehre war, immer aktiv musiziert. Covermusik. Meine Idee: Parallel zur Firmengründung organisiere ich für die Wochenenden Konzerte. Hochzeiten, Geburtstage und so. Das klappte früher schon ganz gut und wenn man es professionell angeht, wird es ganz bestimmt noch besser klappen. Und so war es auch.

Ein Traumstart. Unser Gründerkredit wurde für viele technische Investitionen eingesetzt. Abgesehen von einer kompletten Ton- und Lichtanlage für die Coverband (für eine maximale Publikumsgröße von 140 – 180 Leuten) haben wir auch viele Dinge in unsere Filmproduktion investiert. Weniger, aber doch Investitionen. Das war ein großer Spaß, die ganzen tollen Kartons auszupacken. Außerdem haben wir in unsere Internetpräsenzen investiert. Die Band und die eigentliche Firma wurden voneinander getrennt und gleichzeitig durch klare Signale (gleiches Logo, andere Farbe) miteinander verbunden.

Außerdem war im KfW-Kredit noch ein Autokauf vorgesehen. Seitdem sind wir 70.000 km mit unserem Auto gefahren und noch nie hat es uns im Stich gelassen oder hat uns geärgert. Ein großer Dank geht an meinen Trauzeugen, der uns Automarke und Modell empfohlen hat und genau auf unsere Ansprüche und Notwendigkeiten einging. Die komplette Anlage passt wie maßgeschneidert in den Kofferraum.

Wie gesagt: Die Konzerte liefen gut. Sie langweilten mich aber auch sehr schnell. Wir haben tolle und nette Menschen kennengelernt, musikalisch wollte ich in dem Stil (Top 40 Cover und Partymucke mit Halb-Playbacks) aber eigentlich nie wieder was machen.

Parallel aber eher lieblos wandten wir uns auch der Filmproduktion zu. Eine Sache wollten wir von Anfang an nie und nimmer machen: Imagefilme. Also kleine Werbefilme, meist aus der Industrie und von Unternehmen. Was machten wir also als erstes? Einen Imagefilm!

Wir starteten also finanziell und geschäftlich gar nicht so schlecht, allerdings haben wir uns auf die emotional falschen Dinge konzentriert. Dann hätte ich auch im Angestellten-Verhältnis bleiben können. Wir sind es also komplett falsch angegangen. Wir haben zuerst nach den vermeintlich logischen Dingen gesucht, die „sicheres“ Geld bringen anstatt uns auf unsere Leidenschaften und Talente zu konzentrieren.

Das brachte uns, immer wieder, in sehr unangenehme Situationen.



Als die Saison für die Hochzeits-Konzerte vorbei waren, wollten wir also Filme produzieren, um Geld zu verdienen. Aber wie? Keine Referenzen, keine Kontakte, keine großartigen (und selbstbewussten) Akquise-Aktivitäten und keine Leidenschaft für unsere Tätigkeiten. Gleichzeitig erschien uns alles irgendwie so „seltsam“ und wir haben nicht verstanden, warum wir (von alleine) keinen Erfolg hatten.

Von Oktober 2012 – März 2013 hatten wir nahezu keinen einzigen Auftrag. Langsam wurden wir nervös und wir suchten nach Ideen. Zu dieser Zeit wurde ich durch unseren Steuerberater auf ein Unternehmernetzwerk aufmerksam. BNI – Business Network International!

Ich rate JEDEM Selbstständigen, sich eine solche Veranstaltung einmal anzuschauen. Es gibt in nahezu jeder Stadt ein BNI-Netzwerk und man wird schnell für sich selbst herausfinden, ob es einen weiter bringt oder nicht. Ich war fast 2 Jahre dabei, davon 1 Jahr im Führungsteam. Das Netzwerk gab mir Selbstbewusstsein, Freunde, Geschäftspartner, Umsatz und es führte mich zu unserem jetzigen Money-Coach.

Im Oktober 2013 starteten wir anschließend also mit unserem Coach und dem Bodo Schäfer Coaching-Programm. Bis dahin hatten wir schon einiges an Geld verbraten und gleichzeitig neue Kontakte aufgebaut. Wir hatten ein paar Filme produziert und auch eine weitere Hochzeitssaison mit viel Covermusik haben wir erfolgreich absolviert.

Als wir das Coaching Programm kennengelernt haben, waren wir voll motiviert. Zurückblickend müssen wir uns wohl eingestehen, dass wir lediglich die angenehmen Sachen herausgezogen haben. Die eigentlich wichtigen Aktivitäten und Integrierung der Glaubenssätze und Gewohnheiten in den (Arbeits-)Alltag haben wir jedoch vernachlässigt.

Unser Coach hat wohl auch erst sehr viel später herausgefunden, in was für einer unkontrollierten und misslichen Lage wir eigentlich steckten. Wir hatten unsere Umsätze, kamen aber nicht vom Fleck. Ein großer Auftrag im Dezember 2013 rettete uns für mehre Monate das Leben. Dieser jährlich wiederkehrende Auftrag brachte uns auch im Dezember 2014 wieder auf die Spur. Wir freuen uns schon auf dieses Jahr, sind uns aber sicher, dass er dann lediglich ein sehr schöner Bonus sein wird.

Ich würde sagen, der erste große Quantensprung (zurück) auf den richtigen Weg gelang uns im Januar 2015. Ich begann, zu telefonieren. Kaltakquise. Zwischendurch, im Jahr zuvor, hatte ich dieses Kapitel immer mal wieder recht lieblos „ausprobiert“. Nun blieb ich, dank der Führung und der Härte unseres Coaches, am Ball und wir bauten ein System auf.

Ich telefonierte zunächst, um Konzerte zu verkaufen. Von den Hochzeitsauftritten sind wir nun weit weg und ich präsentiere 100%ig etwas, hinter dem ich stehe und was mir (und den Zuhörern) große Freude bereitet. Ich habe ein Konzert-Erlebnis mit der Musik der Beatles konzipiert. Zu zweit, mit Gitarre und Piano und mit selbst produzierten Zuspielern und Video-Show reisen wir durch ganz Deutschland. Ich kontaktiere also Konzert-Veranstalter und biete ihnen ein Konzert an.

Nicht irgendein Konzert – Mein Konzert! Das schönste und beste Beatles-Tribute das es gibt. Das darf man sich nicht entgehen lassen. So eine emotionale und besondere Performance gibt es in Deutschland nicht.

Dies sind keine Verkaufsfloskeln – sondern meine tiefe Überzeugung (und das Feedback vom Publikum). Und deswegen funktioniert es. Und deswegen ist es nicht unangenehm.

Der Weg zu dieser Erkenntnis und zu diesem musikalischen Programm (und die Konzentration zunächst auf diesen einen Auftritt) war lang und schwer und war für mich erst sehr spät zu erkennen. Parallel, neben den anderen musikalischen Experimenten bis zu diesem Beatles-Tribute, haben wir auch stets versucht uns „filmisch“ zu finden.
Wir haben viele Produkte generiert und einige haben bestimmt auch immer noch die Chance, erfolgreich zu werden insofern man sich (ausschließlich) auf sie konzentriert. Die Wirtschaftlichkeit war jedoch leider nicht immer gegeben. Auch das mussten wir erstmal lernen. Den eigenen Stundensatz definieren und kalkulieren. Nun haben wir auch für unsere Filmproduktion Produkte geschaffen, die wir bedenkenlos bewerben können. Zwei davon sind uns dabei besonders ans Herz gewachsen.

Zum einen ist es unser Produkt „Seminarfilm“. Wir filmen Vorträge und Seminare und bieten so interessierten Teilnehmern einen Einblick in die Veranstaltungen. Ein wirksames Werbemittel für Redner und Veranstalter. Außerdem lernen wir selbst noch etwas bei den Seminaren. Der kreative Aufwand ist relativ „gering“. Es gibt einen Start und ein Ende, keine gestellten Szenen. Das macht den Schnitt recht einfach und schnell.

Das zweite Produkt (und ich habe momentan tatsächlich das Gefühl, dass dies unsere Spezialisierung im Filmbereich wird) ist unser „Ferienhausfilm“. Dies ist natürlich auch übertragbar auf Ferienwohnungen, Bungalows, Appartements etc.

Wir haben festgestellt (und auch das Feedback bekommen), dass wir ein gutes Auge für die Räume haben. Außerdem haben wir die an der Ostsee dargestellten Häuser schön in Szene gesetzt, die Musik-Produktion unterstrich das Urlaubs-Feeling und die Filme bieten allen potentiellen Urlaubern einen guten Eindruck.

Unsere Vorteile: Wir reisen gerne und lernen gerne neue Orte kennen. Es macht uns Spaß, aus der gewohnten Umgebung herauszukommen. Meine Frau hat außerdem ein tolles Auge für schöne Bilder und achtet auf die wichtigen Details beim Filmen (Stehen die Stühle richtig? Sind die Betten gut gemacht?). Außerdem waren wir im Schnitt rasend schnell, sodass wir einen sehr guten Preis anbieten können, der auch für die Vermieter interessant ist.

Das sind sie also – unsere aktuellen Produkte 2015.

1.) Tribute-Konzerte (momentan: „nur“ Beatles, nächstes Jahr evtl. noch vier zusätzliche)
2.) Ferienhausfilm (Deutschland, Holland, Belgien etc.)

Alternativ gibt es noch den „Seminarfilm“ und auch noch andere durchkalkulierte Film-Produkte, die wir zwar anbieten, aber nicht aktiv bewerben. Die Konzerte bringen momentan im Schnitt 100 – 300,- € (je nach Location), die Ferienhausfilme kann ich im großen Paket (16 Filme, alle Häuser in der näheren Umgebung) im günstigsten Kurs für 400,- € netto pro Film anbieten.

Was sagt uns das für unsere heutige Situation? Noch vier Filme verkaufen sowie die noch anstehenden Konzerte (zwei im April) werden dafür sorgen, dass wir das April-Umsatzziel erreichen. Das ist zu schaffen!

Das wir diese Produkte übrigens überhaupt „generieren“ konnten, haben wir ebenfalls dem Bodo Schäfer Prinzip bzw. unserem Coach zu verdanken. Er hat gemeinsam mit uns trainiert und überlegt, was uns besonders gut liegt, uns fasziniert und was natürlich auch Erträge bringt. Wie positioniert und spezialisiert man sich am besten in einem vollen Markt?

Coverbands gibt es unendlich viele. Auch Beatles-Tributes sind auf dem Markt. Aber keines wird so präsentiert, wie wir es machen! Unseres ist einzigartig. Auch Filmproduktionen gibt es wie Sand am Meer. Aber eine Filmproduktion, die sich ausschließlich auf das Filmen von Ferienobjekten spezialisiert? Versucht mal, eine zu finden. Und WENN ihr eine finden solltet (oder eine Beatles-Band, die meiner ähnelt):
Niemand wird so musizieren oder filmen, wie wir es tun!

Deswegen werden wir erfolgreich sein! Deswegen machen wir aus unserem Leben ein Meisterwerk. Denn Wohlstand ist unser Geburtsrecht!

12.4.15 12:28

Letzte Einträge: Der Weg zur finanziellen Freiheit - Start!, Der finanzielle Status - Analyse! , Coaching vom 08.04.2015

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